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27.01.2020
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Im November bekam ich einen Anruf von meinem Chef, Peter Fricke (Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband der Organtransplantierten), mit der Frage ob ich am 23.01.2020 Zeit hätte. Eigentlich nicht, ich hatte da schon einen Termin für einen Vortrag zur Organspende. Dann erzählte mir Peter aber, um was es geht. Und dann habe ich meinen Termin, an jemand anderes vom Netzwerk Organspende NRW abgegeben. Somit hatte ich also Zeit. Aber um was ging es? Wir wurden vom Trans Plant Club Österreich eingeladen, Sie zu besuchen und bei Ihnen auf der Generalversammlung uns den BDO e.V. und seine Arbeit vorzustellen. Auch ging es darum, um den Austausch Länderübergreifend. Also buchten wir für den 22.1. - 25.1.2020 unsere Reise.  Wir fuhren am 22.1.2020 mit dem Zug von Hannover nach Graz, ich musste allerdings erst mal noch nach Hannover kommen. Das hieß, ich fuhr an dem Morgen um kurz nach 7 Uhr mit dem Zug von Hamm (Westfalen) nach Hannover, dort traf ich mich mit Peter und Hartmut. Zu dritt ging es um 9:26 Uhr mit dem ICE nach Wien Meidling, dort stiegen wir um in den RJ nach Graz. Die Zug fahrt, war zwar sehr lang, aber doch ganz angenehm, wir fuhren in der 1. Klasse. Um 19:33 Uhr kamen wir in Graz an. Dort holten uns drei Männer vom Bahnhof ab. Rene (Leber Tx), Hannes (der Mann von Rene) und Prof. Dr. Schrem (Transplantationsarzt am LKH in Graz, seit einem Jahr. Zuvor war er 20 Jahre an der Medizinischen Hochschule Hannover in der TX tätig. Es war eine sehr freundlich Begrüßung, wir fühlten uns direkt sehr wohl. Sie brachten uns zu unserer Unterkunft. Wir stellten schnell die Koffer ab, machten uns kurz frisch und dann ging es wieder runter, ins Restaurant, wo wir alle zusammen zu Abend aßen. Dies war auch die Gelegenheit uns alle näher kennenzulernen. Prof.  Dr. Schrem war überglücklich das wir da waren, hat er doch in Deutschland schon immer mit dem BDO zusammen gearbeitet. Er wünscht dies nun auch für Österreich, das die Selbsthilfe Gruppe in Österreich mehr mit den Ärzten in den Klinken zusammen arbeiten. Der Trans Plant Club in Österreich ist für die Kreise Steiermark - Burgenland- Kärnten tätig. Hartmut, Claudi, Peter, Prof. Dr. Schrem, Hannes Eibinger Rosenkranz Hartmut, Claudi, Peter, Hannes Eibinger Rosenkranz und Rene Eibinger Hannes Eibinger Rosenkranz, Rene Eibinger und Prof. Dr. Schrem Mein Essen, gegrilltes Spanferkel Der Abend endete gegen 23:45 Uhr und wir fielen fast Tod ins Bett. Leider ging es mir und Peter nicht so gut, wir hatten noch ein bisschen mit den Nachwirkungen der Zugfahrt zu kämpfen. Es drehte sich alle in uns, wir schliefen sehr unruhig. Hartmut hat gut geschlafen. Am Donnerstagmorgen, nach dem Frühstück ging es los zum LKH ( Das LKH-Universitätsklinikum Graz oder Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz ist ein Klinikum der Maximalversorgung in Graz, Österreich, und Teil der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft). Wir fuhren mit der S-Bahn Linie 7, die direkt zum LKH fuhr. Dort trafen wir uns mit Dr. Schrem. Er holte uns an der Haltestelle ab und ging mit uns in die Klinik. Wir bekamen einen Vortrag über die Logistik der Klinik und anschließend auch eine Führung durch die Klinik. Dabei durften wir uns sogar den Hubschrauberlandeplatz oben auf dem Dach der Klinik anschauen. Mit einem tollen Blick über das Klinik Gelände. Anschließend ging es noch in den Keller, um auch da mal den Ablauf der Klinik zu sehen. Was alles im Hintergrund läuft, was Patienten nicht mitbekommen. Sehr beeindruckend. Danach machten wir eine kleine Pause um nen Kaffee zu trinken. Dabei Unterhielten wir uns ganz angeregt mit Dr. Schrem. Es war mittlerweile Mittagszeit, also machten wir uns auf den Weg in die Mensa um dort gemeinsam zu Mittag zu essen. Dr. Schrem lud uns drei dazu ein. Am Tisch bemerkte ich, dass mein Bauch schon wieder Hart wurde und ich dringend Movicol braucht, sonst würde ich heute Abend noch im LKH liegen mit ner Verstopfung. Also entschlossen wir uns, nach dem Mittagessen zwei Stunden Pause zu machen. So hatte ich die Gelegenheit kurz in mein Zimmer zu fahren um mir Movicol zu nehmen. Ich hatte ja genügend eingepackt. Peter und Hartmut warteten in dessen im Café Schwalbennest in der Stadt. Dort trafen wir uns wieder. Gemeinsam ging es dann mit der S-Bahn zurück zum LKH, wo uns Dr. Schrem wieder in Empfang nahm. Nun ging es zur Generalversammlung vom Trans Plant Club. Dort trafen wir auch wieder Rene und Hannes und noch ganz viele andere Menschen, die Transplantiert waren. Es begrüßte uns Obmann Werner Müller ( auch Leber Tx), dann stellte Prof. Dr. Schrem die Perspektiven der viszeralen Transplantation in Graz vor. Danach durfte dann Peter Fricke den BDO Vorstellen. Werner Gollner (links) Mitte und Rechts, AG Niere Prof. Dr. Schrem Peter Fricke   Dann mussten wir kurz Raus gehen, weil nun die Wahl des neuen Vorstandes anstand, so wie die Entlastung des Vorstandes. An dem Tag gab es sogar eine Fusion, die AG Niere Österreich ist mit dem Trans Plant Club zusammen gegangen. Wir wünschen eine tolle gemeinsame Arbeit. Anschließend gab es noch einen regen Austausch, zwischen den Transplantierten aus Österreich und uns aus Deutschland. Dabei konnten wir uns an einem kleinem Imbiss, den Hunger stillen. Den Imbiss haben Rene und Hannes Organisiert. Gegen 19:30 Uhr brachte uns Prof. Dr. Schrem mit seinem Auto zurück zu unserer Pension. Dort haben Peter, Harmut und ich noch zusammen Abendbrot gegessen. Am Freitag morgen konnte ich ein bisschen länger schlafen. Da wir erst um 13 Uhr wieder mit den anderen Verabredet waren. Ich nutzte die Zeit und ging nach dem Frühstück, alleine los und schaute mir mal die Gegend an. Dabei habe ich die Murinsel besucht und bin auf den Schlossberg hochgefahren, mit dem Lift. Es war an dem Morgen etwas Nebelig und ein wenig am Schneien. Die Luft war super Klar und tat einfach gut mal ein bisschen sich zu bewegen. Nach dem ich wieder runter war vom Schlossberg, ging ich noch ein bisschen durch Stadt und kaufte ein paar Dinge ein. Dann ging ich zurück zu meinem Zimmer, nahm mir aber noch ein kleines Mittagsessen mit nach Hause. Um 13 Uhr wurden wir von Prof. Dr. Schrem an der Pension abgeholt und fuhren zusammen nach Rene und Hannes nach Hause. die Murinsel Sie luden zum Essen ein. Es gab ein Amuse geules, Kernölaufstrich auf Bio-Roggenbrot, Consommé double mit Grießnockerl, Steirische Schopf- und Schwartlbraten an geschmortem Weinkraut und Serviettenknödel und zum abschluß Hausgemachte Vanillennockerln auf Erdbeerspiegel mit importierten Beeren. Und ich bekam anschließend noch Brot mit Butter und Käse, da ich mal wieder ein Loch im Bauch hatte. Der ganze Nachmittag war sehr entspannt und locker, die Gespräche riessen nicht ab. Ich hätte noch Stunden lang dableiben können. Aber irgendwann ist auch der schönste Nachmittag mal vorbei. Gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück in die Pension. Wir machten ne Stunde Pause, dann trafen Hartmut, Peter und ich mich noch mal zum kleinen Abendessen. Danach haben wir unseren Abend, jeweils auf seinen Zimmern verbracht. Werner Gollner, Rene Eibinger, Hartmut, Peter, Claudi und Hannes Eibinger Rosenkranz, das Bild hat Prof. Dr. Schrem gemacht Am Samstag wurden wir nach dem Frühstück, gegen 9:40 Uhr von Rene abgeholt und zum Bahnhof Graz gebracht. Dort verabschiedeten wir uns und bedankten uns für die tolle Gastfreundschaft. Und auf ein Wiedersehen! Um 10:26 Uhr fuhr unser Zug von Graz nach Wien Meidling, wo wir umstiegen in den ICE nach Hannover. Auf dem Bahnhof in Wien Meidling haben wir  uns noch ganz spontan mit Silvia Sch. aus Wien getroffen, die Ehrenamtlich im Österreichischen Verband der Herz- und Lungentransplantierten tätig ist. Mit ihr haben wir uns noch austauschen können, wie es in Österreich geregelt ist mit Geldern für Selbsthilfevereine.  Claudi, Peter und Silvia in Wien Meidling  Zudem habe ich ihr die Kontaktdaten von Rene, Hannes und Prof. Dr. Schrem gegeben, damit sie innerhalb ihres Landes Kontakt aufnehmen können und in Zukunft vielleicht sich sogar mal Treffen können. Und wir wollen auch mal zu Ihr nach Wien kommen. Im Gegenzug, soll Sie zu uns zum Tag der Organspende in Halle an der Saale kommen. Ich glaube, wir haben bei dieser Reise, einige schöne Kontakte knüpfen können. Jetzt müssen wir alle was daraus machen. Denn eins ist auch sicher, ob Deutschland oder Österreich, Selbsthilfe braucht jeder. Und die Aufklärung zur Organspende auch, ob nun die Widerspruchslösung in Österreich gilt oder die Zustimmungslösung in Deutschland gilt. Lasst uns alle weiter machen, Aufzuklären und Länderübergreifend Kontakte zu halten und sich Auszutauschen. Um 20:30 Uhr kamen wir in Hannover wieder an, ich musste dann noch Umsteigen. Mein Zug fuhr um 21:31 Uhr weiter von Hannover nach Hamm. Dort war ich dann um 22:48 Uhr angekommen. Mein Mann holte mich am Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir endlich nach Hause. Es war eine tolle Reise!