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01.09.2021
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Endlich war es für mich soweit, die Port Entfernung stand an. Am 7.5.2021 habe ich mir im Zuge meines Unfalls (Unterschenkelbruch) einen Port legen lassen, weil meine Venen immer schlechter wurden für einen Venenzugang. Deshalb endschied ich mich dazu, mir durch den Port eine Erleichterung zu schaffen.

Leider ging das ganze gründlich in die Hose, da der Port von Anfang nicht richtig lief. Ich hatte schmerzen beim Einlaufen der Flüssigkeiten. Dieses bemängelte ich auch direkt. Man wollte mir aber weiß machen, das der Port gut liegt und läuft. Ich ließ daraufhin ein CT mit Kontrastmittel machen, in dem man mir doch tatsächlich noch mal bestätigte, dass der Port gut liegt. 

Also war ich einfach nur jemand der simulierte? Das glaube ich nicht, den ich kenne meinen Körper nur zu gut. Dann wollte man mich damit beruhigen, das der Port beziehungsweise der Schlauch vom Port in einer mini Vene liegt, die durchaus gereizt sein kann, wenn da was durch läuft. Mehr wie 50 ml/h hielt ich nicht aus. Und ehrlich gesagt, damit kann ich nix anfangen. Ein Antibiotikum läuft ja schon mit 150 - 200 ml/h durch. 

Jedenfalls wollte ich den Port so schnell wie möglich wieder loswerden. Hatte endlose Gespräche mit dem Arzt, der mir den Port gelegt hat. Er wollte nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen und ihn lieber noch drin lassen, solange ich mit dem Bein nicht wirklich fertig bin. Ich ließ mich dummerweise drauf ein.

Als ich am 29.7.2021 wegen eines erneutes DIOS (Darmverschluss) wieder auf meiner Station lag, ließ ich mir den Port durchspülen (der muss alle 6 Wochen eigentlich gespült werden) dabei hatte ich Mega schmerzen. Nur 4ml wurde mir gespritzt und ich sprang gefühlt an die Decke vor Schmerzen. Die Ärztin meinte darauf hin, dass der Port so schnell wie möglich raus muss.

Also besorgte ich mir zuhause einen Termin zur Port Entfernung. Dieser wurde mir für den 30.8.2021 gegeben. Am 27.8.2021 musste ich zum Vorgespräch ins Krankenhaus fahren, um über die Narkose zu sprechen und den Ablauf zu bequatschen. Meine größte Angst dabei war, das sie mir sagten, das ganze wird unter Örtlicher Betäubung gemacht. Das wollte ich nicht. Aber sie wollten auch nix anderes.

Dementsprechend war ich das Wochenende über so aufgeregt, weil ich einfach Angst vor dem Eingriff hatte. Am Samstag machte dann mein Darm auch passend wieder dicht. Zum Glück konnte ich aber durch schnelles reagieren mit Movicol dagegen angehen um schlimmeres zu verhindern.

Am Montag morgen brachte mein Mann mich um 7 Uhr Nüchtern zum Krankenhaus. Ich bekam ein Zimmer auf meiner üblichen Station (E2 Clemenshospital). Die OP selbst war für mich gegen 13 Uhr angesetzt, wegen meines 4 MRGN Keim (der sitzt in den Nasennebenhöhlen, bin ihn leider nicht nach der Transplantation losgeworden).

Während ich auf die OP gewartet habe, wurde noch ein Corona Schnelltest gemacht, Blutdruck, Fieber und Sättigung gemessen, sowie Stündlich mein Blutzucker abgefragt. Die sorge war das ich in den Unterzucker rutsche, weil ich ja Nüchtern war. Aber das passierte zum Glück nicht. Um 8:30 Uhr habe ich noch meine Immunsuppressiva eingenommen, wie sonst auch vor jeder anderen OP.

Um kurz nach 13 Uhr wurde ich in den OP gefahren. Im OP legte man mir noch einen Venenzugang, der leider erst nach 3 x Stechen sah’s. Dann musste ich den Kopf nach rechts legen und ich wurde mit Sterilen Tüchern abgedeckt. Nun war es soweit, die Örtliche Betäubung kam. Oh Mann, das tat Schweine weh, ich habe echt geschrien im OP, weil ich genau das nicht wollte. Mir liefen die Tränen und ich überlegte ernsthaft zu fragen, ob sie mich abschießen können. Ich hielt es aber irgendwie aus, auch wenn der Druck am linken Schulterblatt übel war. Ich hatte das Gefühl, das ein LKW auf mir drauf steht, das muss aber die Betäubung in dem Bereich gewesen sein. Das ganze an sich, hat nur 5 Minuten gedauert, da war der Port draußen. Den Port habe ich mir als Andenken mit nach Hause genommen. 

Mein Port 

Die Naht wurde wieder zugenäht und die Tücher konnten wieder entfernt werden. Die OP war geschafft und ich erleichtert. Gegen 14:30 Uhr war ich wieder auf meinem Zimmer. Ich zog mir direkt wieder meine Klamotten an und fing an was zu Essen und zu Trinken. Dann ruhte ich mich noch ein bisschen aus, bis mich meine Schwester um 16:30 Uhr abholte. Die Schwester brachte mich noch bis zum Auto und dann ging es endlich nach Hause.

Nach der OP auf meinen ZimmerUnd wieder angezogen und bereit um nach Hause zu gehen 

Die ganze Sache hat mich allerdings so mitgenommen, das ich Abends heulend im Bett lag und irgendwie nicht mehr konnte. Die Wunde Schmerzte, Brannte und Drückte und das Erlebnis im OP ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich kann ja viel wegstecken in meinem Leben und glaube auch das ich schon so manch andere Dinge geschafft habe aber eine Örtliche Betäubung ist einfach ein Graus für mich, dann schlafe ich lieber. Noch mal lasse ich das so nicht mehr machen.

Zumal ich meinen ersten Port am 17.05.2003 auch mit Örtlicher Betäubung bekommen habe und schon damals sagte, dass ich, das so nie wieder tue. Da habe ich nämlich jeden einzelnen Stich beim Zunähen gespürt, weil die Betäubung schon nach ließ und keiner mehr was nach Spritze. Sowas braucht echt kein Mensch.

Am Dienstag morgen habe ich bei meinem Hausarzt ein Verbandswechsel bekommen.

Morgens  (31.8.2021)beim Hausarzt, die Wunde sieht gut aus.

Aber nun, bin ich ihn los. Wieder ein Schritt nach vorne. Was mein Bein angeht, die Wundheilung sieht einfach Mega gut aus. Schaut euch einfach die Bilder an. 

Zustand am 31.8.202131.8.202131.8.2021 Und diese Bild noch mal zum Vergleich 

Mit der Krankengymnastik komme ich gut voran, so dass wir den Fuß endlich in Bewegung bekommen. Zuhause versuche ich jeden Tag immer mehr ohne Krücken zu laufen. Wenn ich raus gehe, nehme ich aber noch eine Krücke mit. Leider habe ich aber wegen der einseitigen Belastung Links schon Arm schmerzen und die Sehnen sind bei mir gereizt. Normalerweise würde man jetzt sagen, den linken Arm schonen aber das kann ich leider noch nicht. Ich hoffe für mich, das ich nun so schnell wie möglich von den Krücken weg komme, dann wird sich mein Arm auch erholen können. 

Passt auf euch auf!!