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08.05.2018
Claudia Krogul
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Lange Nix von mir gehört, wollte eigentlich schon längst geschrieben haben. Aber dann kam da doch was zwischen. Was? Krankenhaus!!   In der Nacht vom Sonntag auf Montag den 30.4. bekam ich mega heftige Schmerzen im rechten Flanken (Nieren)Bereich. Ich nahm ein Schmerzmittel mit der Hoffnung, das es vorbei geht. Ging es aber nicht. Es wurde immer schlimmer. Mitten in der Nacht quälte ich mich zum Klo und packte schon mal meine Zahnbürste ein. Dann wollte ich meine Medikamente einpacken und schrie nur noch vor Schmerzen. Mein Mann sprang aus dem Bett und fragte, ob alles in Ordnung wäre. Ich sagte nur noch:“ Krankenhaus!“ Er schnappte sich die Tasche, packte alles zusammen und ich zog mir kurz Schlabberklamotten über, dann sassen wir schon im Auto und fuhren nach Münster ins Krankenhaus. Während der Fahrt rief ich auf Station schon mal an. (Ich bin im Notfall immer auf meiner MukoStation). Am Krankenhaus angekommen, musste ich direkt Erbrechen vor dem Auto und vor dem Eingang. Der Mann am Empfang brachte uns einen Rollstuhl. So wurde ich im Rollstuhl, schmerz erfüllt zur Station gefahren. Der Arzt war direkt da. Ich bekam einen Venenzugang und direkt Schmerzmittel. Danach ging es mir etwas besser, der Koliken wurden erträglich. Ich fühlte mich aber total benommen, Schwindelig und Kotzübel. So das ich direkt wieder Erbrechen musste. Dann wurden meine Nieren geschalt. Dort sah man das meine Rechte Niere gestaut ist und das Steine unterwegs sind.  Ich bekam ein Zimmer und konnte dank der Schmerzmittel ab 6:30 Uhr endlich ein wenig schlafen. Gegen 11 Uhr wurde ich ins CT gefahren und dann lief die weitere Planung.  Warten beim CT  Ich musste in den OP. da dieses Krankenhaus keine Urologie hat, musste ich für die OP in ein anderes Krankenhaus gefahren werden. Somit wurde ich mit dem Krankenwagen rüber gefahren zum anderen Krankenhaus. Mein Mann war immer an meiner Seite. Drüben angekommen, durfte ich erst mal wieder in ein Bett umsteigen. Dann folgte das Arztgespräch und ein Anästhesie Gespräch. Ne halbe Stunde später ging es in den OP. Ich wurde schlafen gelegt und bekam eine harnleiterschiene eingesetzt, die 26 cm lang ist. Nach der OP, ging es zurück in mein Krankenhaus. Dort konnte ich ab 21 Uhr dann endlich zur Ruhe kommen. Meinen Mann habe ich nach Hause geschickt. Vor der OP Nach der OP Am nächsten Tag, den 1.5. ging es mir relativ gut. Ich konnte rumlaufen, bekam auch Besuch. Ich ließ mit meinen Venenzugang wieder ziehen, da ich ihn nicht mehr brauchte. Denkste! Ne Stunde später bekam ich erneut heftige Schmerzen in der Flanke. Also Schwerster gerufen, mit dem Rolli ins Untersuchungszimmer und wieder einen Venenzugang gelegt und wieder Schmerzmittel rein. Danach ging es mit Schmerz mäßig wieder besser. Nun war wieder der Schwindel und die Übelkeit da. Wieso wieder diese Schmerzen? Da ist normal nach so einer OP, das der Patient noch mal solche Schmerzen bekommt. Mein Urin war seit der OP nur noch rot. Ich pinkelte also nur noch Blut. Da die Schiene ständig einen Reiz in der Blase und Niere abgibt. An diesem Abend ließ ich mir auf eigenen Wunsch Abführmittel geben, weil ich merkte das ich kein Stuhl mehr machen konnte.  Am 2.5. wachte ich morgens mit heftigen Bauchschmerzen auf. Ich rief direkt wieder die Schwester. Die Schwester war die ganze Zeit an meiner Seite, während es mir immer schlechter ging. Ich bekam einen Einlauf und Abführmittel das ich trinken musste. Was aber nicht so einfach war, weil ich mir zudem nur schlecht war. Der Einlauf musste dann schnell wieder raus, auf dem Klo wusste ich nicht mehr wie es weiter gehen sollte. Es kam oben und unten raus und mein Kreislauf verabschiedete sich allmählich. Die Schwester brachte mich zurück ins Bett und dann musste ich wieder erbrechen. Diesmal erbrach ich Stuhl. Der Arzt kam rein und legte mir eine Magensonde. Der nächste Arzt kam rein und sagte, sie sind sehr sehr krank, sie kommen jetzt auf die Intensivstation. Zuvor musste ich aber noch mal ins CT, was für mich in der Situation zur Hölle wurde. Ich hatte zwei Venenzugänge und über beide wurde mir Kontrastmittel gespritzt. Dies tat so höllisch weh, das ich nur noch Weinen konnte. Zudem tat mir auch der Bauch so weh, das den noch nicht mal mehr anpacken durfte.  Nach dem CT ging es dann ab auf die Intensivstation. Dort angekommen, wurde ich direkt verkabelt. Blutdruck, EKG, Sättigung und über beide Venenzugänge hingen jetzt Schmerzmittel, Entkrampfungsmittel, Antibiotika. Außerdem wurde mir dann noch ein Blasenkatheter gelegt.  Auf Intensivstation ... noch mit Schmerzen  Über die Magensonde wurde mir Abführmittel zugeführt, wir mussten ja den Stuhl weich bekommen. Ich hatte einen Darmverschluss. In der Zwischenzeit traf mein Mann ein und fast gleichzeitig die Chirurgen. Es stand im Raum mich zu Operieren. Die Chirurgen meinten aber das ich es auch so hinbekomme. Ich muss da jetzt nur durch. Ich lag 18 Stunden in diesen verflixten Schmerzen. Bis endlich der erste Pups kam. Abend um 23 Uhr musste ich dann noch mal zum Röntgen gefahren werden. Danach bewegte sich aber endlich was. Die ganze Nacht habe ich jede Stunde auf der Bettpfanne im Bett verbracht und konnte endlich den Scheiß rauslassen. Glaubt mir, diese Bettpfanne war nicht toll. Aber die Nachtschwester war so cool drauf, das sie mir dieses um Einiges erleichtert hat. Ihr habe ich viel zu verdanken. Am nächsten morgen durfte ich dann auf den Klostuhl. Das ist dann ja schon Luxus.  Morgens nach dem Abführen auf Intensivstation. Ich kann wieder lächeln Mir ging es wieder deutlich besser, so das ich gegen 10:30 Uhr die Intensivstation wieder verlassen durfte. In meinem Zimmer wieder angekommen, ging es direkt ins Bad, um mich frisch zu machen. Die Magensonde wurde mir übrigens noch auf der Intensivstation am Morgen gezogen. Der Blasenkatheter dann erst ne Stunde nach dem ich wieder auf meiner Station war. zurück auf meiner Station Nun durfte ich weiterhin Abführmittel zur Vorsorge trinken und ganz leicht mit der Kostaufbau Beginngen. Das hieß, Quark, Götterspeise und Zwieback mit Tee. Ich konnte mir aber auch nicht mehr vorstellen.  Leider hat mich das ganze doch noch was gekostet. Mein CRP (Entzündungswert) war in die Höhe gegangen, so das ich jetzt noch eine Antibiotika Therapie hinten dran hängen durfte. Darüber war ich nicht sehr erfreut, nähert sich doch der 5.5. an, dem mein Mann 40 Jahre wurde und eine Party geplant hatte. Also machte ich mir einen Plan. Ich muss mit der IV (Antibiotika Therapie) nach Hause. Ich rief meine Krankenschwester an, die diese Heim IV macht, an und sagte ihr das ich das machen möchte. Schickte ihr schon mal die Medikamente durch die brauchte. Der Nachtärztin erzählte ich schon mal von meinen vorhaben, so das sie das bei der Übergabe schon mal sagen konnte.  Am 4.5. musste ich dann doch noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten, bis die Ärzte meinem Wunsch nach kamen. Allerdings erst zu Samstag. Was im Nachhinein gut war, den der Freitag hat doch noch an mir gezerrt. Außerdem konnte ich so mit der Kostaufbau weitermache. So konnte ich am Freitag Abend mein erstes Brot wieder essen.  Spaziergang draußen Mein Krankenhaus Clemenshospital Am Samstag war ich nach der morgendlichen Antibiose entlassen wurde. Meine Krankenschwester holte mich am Krankenhaus ab und fuhr mich nach Hause. Daheim angekommen, wurden die Heim IV Medis erst mal in den Kühlschrank gelegt und ich wurde noch mal in das Handling der Heim IV kurz eingewiesen. Danach konnte ich dann erst mal zuhause ankommen. Meine Medis für die Heim IV mein letzer Venenzugang Eine Kiste voll Material für die Heim IV So sieht es ausgepackt aus Wie eine blöde fing ich an, Wäsche zu waschen, mir ein Bad zu nehmen und mich fertigzumachen. Denn um 15 Uhr bekamen wir schon Besuch, für die Party am Abend. Danach hieß es noch ein paar Dinge für die Party vorbereiten und ab ging auch zur Location.  Die Gäste selbst, waren alle überrascht, das ich da war. Damit hatte wohl keiner gerechnet. Ich selbst hielt leider viel zu lange aus. Ich habe von dem leckeren Essen Nix gegessen, weil Angst hatte, es könnte was passieren. Ich gönnte mir nur eine Spargelcreme Suppe. Um 0:30 Uhr ging ich nach Hause. Irgendwann nachts kam mein Mann dann auch nach Hause. Am Sonntag morgen gegen 5:30 Uhr wachte ich mit heftiger Übelkeit auf. Ich war nicht in der Lage mir was zu Essen zu besorgen. Somit musste mein Mann mir eben ein Joghurt und Zwieback besorgen. Mir war so schlecht, weil ich fast 17 Stunden Nix mehr gegessen hatten.  Meine IV musste ich immer um 6:00, 14:00 und 22 Uhr durchlaufen lassen. Ich schloss mich um 6 Uhr an die IV an und legte mich wieder ins Bett mit der Hoffnung das es mir gleich besser geht. Das ging es mir dann auch. Es wurde aber sehr langsam besser. Um 8 Uhr habe mir erneut was gegessen und dann habe einfach, versucht mich abzulenken, in dem irgendwas im Haus gemacht habe. Als mein Mann mittags aufstand, war ich wieder auf dem Damm. Ich ließ um 14 Uhr die nächste IV durchlaufen und merkte das mein Venenzugang schmerzt. Also hieß es für mich, gleich noch mal ins Krankenhaus fahren und einen neuen Zugang legen lassen. Gesagt getan. Nach 5 Fehlversuchen saß der 6 Zugang. Der wurde von einen Internisten gestochen, da meine Ärzte Nix mehr bei mir fanden. Also wieder ab nach Hause, zuvor aber noch eben was gegessen. Abends um 22 Uhr will ich mich an meine IV anhängen und mein Zugang ist dicht. Scheiße!! Also wieder anziehen und nachts um 23 Uhr ins Krankenhaus fahren. Dort wurde erneut nach 4 Fehlversuchen, der Internist gerufen. Dieser legte wieder einen Zugang. Ich war mittlerweile so frustriert wegen meiner Venen, das ich mich wegen einem Zentralen Venenkatheter von dem Internisten noch beraten lies. Am nächsten Tag wollte ich meinen Arzt fragen, ob ich mir den legen lassen darf. Um 1 Uhr morgens fuhren wir wieder nach Hause. Die IV lief jetzt aber noch bis 3 Uhr durch.  Am Montag morgen ging es dann zum Blutabnehmen zum Hausarzt. Da ich nun ja dermaßen zerstochen war, nahm mir mein Hausarzt persönlich das Blut ab. Ab dann hieß es warten auf die Blutergebnisse. Ich brauchte den CRP Wert. Ich rief in der Zwischenzeit das andere Krankenhaus an, um einen Termin zu machen. Die Schiene musste ja wieder raus. Diesen Termin habe ich jetzt am 28.5. -29.5., dann kommt die Schiene raus die Nierensteine werden entfernt. Dafür brauche ich wieder eine Vollnarkose.  Anschließend rief ich meinen Arzt an und fragte wegen dem ZVK (Zentralen Venenkatheter) ob ich mir den legen lassen darf. Er sagte:“Nein.“ Wie nein? Wir machen Oral weiter, sagte er. Was? Wie jetzt Oral? Ja, ich bekomme jetzt noch bis Freitag Antibiotika zum Schlucken und dann nächste Woche noch mal Blut Kontrolle und fertig sollte sein.  Wow, ich war überrascht, hatte damit nicht gerechnet. Umso so Schöner das es jetzt so geht. Heute morgen habe ich mir dann die Antibiotika aus der Apotheke abgeholt und seit dem mache ich jetzt so weiter. Mein letzte IV Gabe habe ich mir also gestern Abend um 22 Uhr gegeben. Was auch echt passte, den mein Zugang war schon wieder am Schmerzen. Nach der IV Gabe, zog ich selbst den Zugang und genieße jetzt ein wenig die neue „Freiheit“.  So richtig fit bin ich aber noch nicht, diese ganze Scheiße hat meinen Körper doch mehr abverlangt als ich es mir gewünscht habe. Ich werde mir diese Woche noch die Ruhe antun, damit nächste Woche hoffentlich wieder voll durchstarten kann. Das heißt dann auch endlich wieder Sport machen gehen. Passt auf euch auf!!!