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02.12.2017
Claudia Krogul
2 Kommentare
Ich möchte euch heute mal ein bisschen was, von einem Angehörigen Seminar von Spenderfamilien erzählen. Ich werde hier aber keine Geschichten erzählen, die mir die Angehörigen erzählt haben. Nur einfach mal meine Sicht, wie es für mich ist, wenn ich bei diesen Seminaren da beisein darf. Diese Seminare für Angehörige der Spenderfamilien werden von der DSO in Essen organisiert. Die zuständig sind für NRW. So ein Treffen findet den ganzen Tag von 9:30 Uhr bis 17 Uhr statt. Nach dem die Familien angekommen sind, dürfen sie sich erst mal, was zu Essen und zu Trinken nehmen. Dann finden wir uns alle in einem schönen großen lichtdurchfluteten Raum ein. In dem Raum stehen die Stühle in einem Kreis zusammen. In der Mitte sind Blumen, eine große Kerze und zwei Decken dekorativ ausgelegt. Diese haben auch einen Sinn. Nach dem alle Platz genommen haben, stellen sich die Mitarbeiter der DSO und die Psychologin als erstes vor. Danach sage ich kurz meinen Namen und das ich transplantiert bin. In dem Raum selbst sind drei Tische mit verschieden Gegenständen aufgebaut, die die Angehörigen sich nun anschauen können und sich davon was aussuchen können, was zu ihrem verstorbenen Angehörigen passt. Sie sollen es aber noch liegen lassen. Anschließend fängt einer der Familien an, zu erzählen, wie ihre Geschichte ist. Dabei holen sie sich den Gegenstand dazu und erzählen, was dieser Gegenstand für eine Bedeutung hat. Die Geschichten gehen einem echt unter die Haut, ich fühle jedes Mal mit. Wenn sie fertig sind mit erzählen, wird der Gegenstand in die Mitte auf die Decke gelegt. Die Psychologin sagt dann zB. Der Ball ist für ... da. Und so geht es immer weiter, bis alle Familien ihre Schicksals Geschichte erzählt haben. Was für mich immer sehr Interessant ist, wie sie zur Organspende stehen. Entweder wurden sie vom Arzt angesprochen oder sie haben dem Arzt direkt gesagt, das die Organe gespendet werden sollen. Allen aber war immer klar, das Sie der Organspende zustimmen. Fast immer hatten die Spender selbst sich zu Lebzeiten schon für die Organspende entschieden. Manchmal kam es vor, das der mutmaßliche Wille des Verstorbenen nachgegangen wurde.    Für die Angehörigen war es allerdings nicht immer direkt das Gefühl, was Gutes getan zu haben. Dies stellte sich oft erst Wochen später ein. Bei machen auch gar nicht. Aber der Großteil hatte doch das Gefühl, das jetzt sein Verstorbener in jemanden anderen weiter Leben kann.    Was Sie wirklich sehr bewegt ist, wenn sie mich dann kennenlernen. Eine transplantierte. Jemanden der nur wegen einer Geschenkten Lunge weiterleben kann. Wenn ich ihnen meine Geschichte erzähle, dann kommt das Lachen in ihr Gesicht zurück. Wenn ich sie nach meinem Vortrag alle Persönlich in den Arm nehme und ihnen persönlich noch mal Danke sagen kann. Dann haben sie oft Tränen vor Freunde in den Augen. Sie drücken mich so fest, das ich manch mal Angst habe, das meine Knochen brechen. Sie wünschen mir dann alles gut für meine Zukunft. Und sie freuen sich, wenn sie sehen, wie ich mit meinem Organ umgehe. Ich bedanke mich auch immer in Namen aller transplantierten und sage Ihnen, das wir alle gut mit unserem Organ umgehen und das wir alle dankbar sind, endlich wieder am Leben teilnehmen zu können.  Ich habe es aber auch schon erlebt, dass mir eine Frau gesagt hat, dass sie sich für mich nicht Freuen kann. Ich habe geantwortet, das ihre Meinung Ok für mich ist. Das ich damit kein Problem habe. Diese Frau hat mir aber am Ende des Seminars noch mal in den Armen Gelegen und hat mir alles gute für die Zukunft gewünscht. Wow, das fand ich einfach nur Stark von ihr. Respekt.    Ich bin für diese Erfahrung der DSO in Essen sehr dankbar, das ich Ihnen bei dem Seminar zur Seite stehen kann. Ich finde es für mich persönlich gut, beide Seiten zu kennen. Somit weiß ich es, noch mehr zu schätzen, was ich geschenkt bekommen habe. Ich werde auch weiterhin bei den Seminaren dabei sein. Und jedes Seminar hat ihre eigene Geschichte.